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Pfarrgemeinde
St. Konrad / St. Philipp Neri
Aachen-Vaalserquartier

Herzlich willkommen auf der Internetseite unserer aktiven und engagierten Pfarre in Aachens Westen.

Unser Pfarrgebiet ist Vaalserquartier, einschließlich Gut Kullen und Steppenberg. Zusammen sind wir ca. 3.300 Katholiken. Auch viele Christen aus Vaals nehmen an unserem Gemeindeleben teil.

Zu unserer Pfarre gehören u.a. die Pfarrkirche St. Konrad und das Gemeindezentrum St. Philipp Neri

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Alle Knospen springen auf, fangen an zu blühen

Blumen

Jetzt im Juni haben sich viele Knospen bereits geöffnet und eine Menge Blumen erblühen in schönster Pracht, in großer Vielfalt. Dieses Lied und die Natur wecken in mir den Wunsch, rauszugehen, mich selbst zu öffnen, Menschen und Dingen zu begegnen, neue Eindrücke zu gewinnen. Auch unsere Pfarreien öffnen sich, erweitern ihre Grenzen. Die drei südlichen Pfarreien der GdG Aachen-Nordwest (St. Peter, St. Sebastian und St. Konrad mit St. Philipp Neri) haben sich schon ein gutes Stück füreinander geöffnet: Sie gehen gemeinsame Wege, feiern Feste gemeinsam. Wir öffnen uns der Ökumene. Bei der Einweihung der neuen Genezareth - Kirche unserer evangelischen Mitchristen feiern wir mit ihnen und freuen uns mit ihnen. Vielleicht öffnen wir uns auch der Gesamt-GdG, besuchen vielleicht einmal einen Gottesdienst in Horbach (St. Heinrich), Laurensberg (St. Laurentius) oder Richterich (St. Martinus), lernen dort neue Menschen kennen und entdecken Gemeinsamkeiten.

Wir erfahren so mehr Begegnung, Gemeinschaft und eine Vielfalt an tollen Impulsen für unseren Glauben. „Das Evangelium lädt vor allem dazu ein, dem Gott zu antworten, der uns liebt und uns rettet. Ihm zu antworten, indem man ihn in den anderen erkennt und aus sich selbst herausgeht, um das Wohl aller zu suchen.” [Evangelii Gaudium 39]

für die Gemeindeleitung
Cordula Borgmann

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Rückwärtsgang in der Ökumene?

Das Thema „Ökumene” ist zur Zeit ein medialer Dauerbrenner. Es entzündet sich an der Frage, ob Menschen in konfessionsverbindenden Ehen sowohl an der Kommunion in der katholischen Messe als auch am Abendmahl in einem evangelischen Gottesdienst teilnehmen sollen bzw. dürfen.

Vor wenigen Jahrzehnten sprachen wir wie selbstverständlich von „Mischehen”. Heute erscheint dieses Wort – mit Recht – als diskriminierend.

In der Konsequenz haben wir uns den Ausdruck „konfessionsverschiedene Ehe” angewöhnt. Das trifft die Situation richtig, weil Menschen aus verschiedenen Konfessionen miteinander die Ehe leben. Der Bundespräsident, selbst in dieser Situation zu Hause, hat ihn beim Katholikentag in Münster so benutzt. Er hat dort zwar selber nicht an der Kommunion teilgenommen (vielleicht weil er in der aktuellen offenen Situation kein Öl ins Feuer gießen wollte), aber befürwortet die gegenseitige Gastfreundschaft beim heiligen Mahl.

Viel besser aber ist das Wort von der „konfessionsverbindenden Ehe” (ebenso von der „konfessionsverbindenden Familie”). Es benennt nämlich die Chance, die Menschen haben, die aus verschiedenen christlichen Wurzeln kommen und gemeinsam als Christen leben. Die Verschiedenheit kirchlicher Heimat wird als Reichtum verstanden, den jede und jeder in das Leben und den Glaubensvollzug einer persönlichen Lebensgemeinschaft und der Gemeinden einbringen kann.

Für ein offenes, faires und einigendes Zusammenleben unter Christen verschiedener Konfessionen ist ja nicht eine Einstimmigkeit notwendig, sondern das ehrliche Bemühen um Einheit und Gemeinschaft.

Wann hat es denn je in der Kirchengeschichte unter den Christen die Enstimmigkeit im Glauben gegeben? Vermutlich nie. Sicher nicht in der frühen Gemeinde der Apostel, die wir so gerne als Idealgemeinde sehen. Der Kreis der Jüngerinnen und Jünger Jesu beim Abendmahl und in den ersten Generationen war höchst vielstimmig. Immer wurde um die Wahrheit und die richtige Praxis im Glauben gerungen, gekämpft und gestritten.

Deshalb braucht uns die gegenwärtige Situation nicht mutlos zu machen. Im offenen und geschwisterlichen Dialog wird sich eine Praxis ergeben, die wir verantworten können und wollen, weil sie uns durch den Geist Gottes gezeigt wird. Darauf vertraue ich ganz stark.

J. Voß

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