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Sternsinger

Segen bringen, Segen sein ist das Leitbild der Sternsinger.

Das Sternsingen steht in alter kirchlicher Tradition. Es ist ein Brauch, der bis in das Mittelalter zurück reicht. Als Könige gekleidet, zogen rund um den Dreikönigstag Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe nach. Mit der Anrufung der heiligen drei Könige verband man einen Abwehrsegen gegen alles Unheil für Haus und Hof im kommenden Jahr. Häufig gingen nicht nur Klosterschüler von Haus zu Haus, sondern auch arme Kinder und Jugendliche, die Naturalien und Geld für sich und ihre Familien sammelten. In der Neuzeit ist der Brauch teilweise in Vergessenheit geraten.

Das Kindermissionswerk hat den Brauch des Sternsingens vor mehr als 50 Jahren neu belebt. Das Ziel der Sternsingeraktionen ist nun, Spenden für Kinder in Not einzuwerben. Mittlerweile hat sich das Sternsingen zu einer der angesehensten Spendenaktionen in Deutschland entwickelt. Mit professioneller Plakatwerbung und medienwirksamer Berichterstattung wird für die Spendenaktion geworben. Im Ranking der Spendenorganisationen steht das Kindermissionswerk ganz vorne. Die Ergebnisse werden nachvollziehbar publiziert. In 2014 wurden mehr als 44 Mio. Euro gespendet. Diese wurden für mehr als 1.800 Projekte in aller Welt aufgewendet.

Hogar del NinoEines davon heißt ”Fundación Hogar del Niño”. Es ist ein Projekt der Partnerschaft des Bistums Aachen mit Kolumbien. Träger sind der Diözesanrat und der BDKJ. Kontakt gibt es auch über Jugendliche, die ihr soziales Jahr vor Ort verbringen. Eine davon, Kornelia Rambo, hatte auf einer Informationsveranstaltung für die Sternsinger im Dezember über Ihre Erfahrungen berichtet.

Kolumbien ist ein Land, in dem noch immer Bürgerkrieg und Gewalt herrschen. Die Auswirkungen reichen in die Familien hinein. Diese Situation zieht sich auch durch den Alltag der Kinder. Um den unerträglichen Verhältnissen zu Hause zu entfliehen, verbringen viele Kinder ihre Zeit auf der Straße. Dort werden sie oft mit Drogen, Kriminalität und Prostitution konfrontiert.

Hogar del Nino

Hogar del Nino ist ein Zufluchtsort vieler Kinder. Ziel der Stiftung ist es, den Kindern eine Chance für eine bessere Zukunft zu geben. In erster Linie werden Kinder armer Gesellschaftsschichten, Mädchen und Jungen im Alter zwischen 7 und 15 Jahren, ganztägig oder auch im Internat betreut. Hier erleben sie Geborgenheit, Wärme, Wertschätzung und Förderung ihrer Fähigkeiten mittels einer konsequent gewaltlosen Erziehung.

Die Kinder werden mit drei vollwertigen Mahlzeiten am Tag verpflegt, denn viele Familien können dies nicht sicherstellen. Im Internat gibt es warme Betten für diejenigen, die keines haben. Es gibt eine Unterstützung der Schulausbildung, psychologische Betreuung und Aufarbeitung, Kreativ- und Freizeitprogramme. Auch wirkt die Stiftung in die Familien hinein. Es gibt familiäre Ernährungs- und Erziehungsberatungen. In den letzten beiden Jahren konnte dank der Spenden aus unserer Pfarre die Arbeit der Stiftung auch auf die Bildungsarbeit mit Jugendlichen ausgeweitet werden.

Für die nahe Zukunft hat der Direktor der Stiftung William Tellez Zambrano geplant:

  • Kontinuität in den angebotenen Programmen zum Schutz und Wohlbefinden der Kinder.
  • Entwicklung einer Initiative mit den Jugendlichen (älter als 12), in der sie lernen sollen Milchprodukte herzustellen, um eine kleine Firma zu gründen. Dafür müssen auch Material und technische Geräte und Maschinen angeschafft werden.
  • Außerdem soll eine Initiative weiterentwickelt werden, die bereits gestartet wurde: es wurde eine Fußballschule etabliert, denn den Mädchen und Jungen gefällt dieser Sport. Durch den Sport werden Werte wie friedliches Miteinander und Respekt anderen gegenüber vermittelt, sowie Solidarität und Teamarbeit erprobt. Deshalb wird Unterstützung in der Anschaffung von Sportbekleidung und Material für das Training benötigt.

An der Sternsingeraktion in St. Konrad und St. Philipp Neri beteiligen sich in jedem Jahr etwa 30-45 Kinder und Jugendliche, ab dem Erstkommunionsalter. Vor Weihnachten findet eine erste Vorbereitungsveranstaltung statt. Dort wird das Spendenprojekt vorgestellt. Außerdem wird dann das Sternsingerlied und der Segensspruch eingeübt. An den Tagen der eigentlichen Aktion treffen sich alle Teilnehmer zunächst im Konradkeller oder im Gemeindezentrum. Nach dem Einkleiden und dem Aussende-Segen ziehen die Sternsinger in kleinen Gruppen von Haus zu Haus.