• Menü
  • Nachrichten
  • Veranstaltungen
  • Nachrichten & Veranstaltungen
  • Seite

Wegkreuze

In diesem Artikel möchten wir die Wegkreuze in unserer Pfarre, sowie ihren jeweiligen Ursprung vorstellen

 

Marien-Bildstock (Marien-Marterl)
Ecke Burgstrasse-Buchweg

Marienbildstock am Buchweg

Der erste Rektor und spätere Pfarrer von Sankt Konrad, Hans Thoma, war ein besonderer Marien-Verehrer und Mitglied der Schönstatt Bewegung. Im "Marianischen Jahr" 1954 wurde in St. Konrad (Einweihung 1951) vom 2. bis 9. Mai eine "Marianische Woche" gehalten, mit vielen Vorträgen und Predigten des Paters Vermeegen aus Schönstatt. Der neue Bildstock war in der Kirche aufgestellt, wurde dort gesegnet und in einer Lichterprozession (09.05.1954) zu seinem Aufstellungsort gebracht.

Der erste Bildstock war ein aus hellem Holz gefertigtes Marterl (wie man es in Süddeutschland kennt) mit einer Nachbildung der Madonna von Schönstatt als Relief (in kräftigen Farben!). Die Schönstätter haben ihrem "Gnadenbild" 1915 den Titel "Mater ter admirabilis", MTA, (Dreimal wunderbare Mutter) gegeben. Bei dem Bild handelt es sich um eine der zahlreichen Kopien eines Marien-Gemäldes von Luigi Crosio.

Die Geschwister Cuvelier, denen der kleine Hof "Gut Buch" (Gut Bauch) gehörte, haben diese schöne Ecke für die Aufstellung zur Verfügung gestellt und auch für Erhaltung und Blumenschmuck Sorge getragen. Irgendwann war auch das Holz des Marterls total marode und man hat diese Metallfassung gewählt, wo das Relief jetzt hinter Glas geschützt ist. Noch immer wird der Marienbildstock und der kleine Vorgarten von den Nachfahren sorgsam gepflegt.

Über viele Jahre (z.Zt. von Pfarrer Thoma und Nachfolger Losberg) zogen Prozessionen von St. Konrad dorthin. Vor allen Dingen zum Abschluss der Maiandachten gab es eine "Lichterprozession" zum Marien-Marterl an Gut Buch.

Rechts vom Bildstock, vor dem großen Eingangstor zum Hof, wurde über Jahrzehnte zur Fronleichnams- bzw. Pfarrprozession einer der vier Altäre (für den sakramentalen Segen) aufgebaut. Hier an der Straßenkreuzung bot sich hinreichend Platz für die teilnehmenden Pfarrangehörigen.

Quelle: Andreas Krützen, Feb. 2016

Kreuz auf dem Dreiländerweg

Kreuz am Dreiländerweg

Das Kreuz wurde 1959 errichtet von Hans Georg von Goerschen (Gutsbesitzer, + 1993) und meinem Vater, Josef Krützen (Gutspächter, + 1964) auf dem "Sandberg" in der Hauswiese von "Gut Klau". Wenn man vom Kreuz aus den Hang (alte Obstwiese) runter schaut, kann man den Bauernhof und seine große Scheune gut sehen. Als die beiden das besprochen haben, wurde ich hinzu gerufen, um Vorschläge für die Inschrift zu machen.

Aus einer ganzen Reihe von Texten in Latein und/oder Deutsch haben sie diese - etwas außergewöhnliche - Inschrift gewählt: GLORIA IN EXELSIS DEO (Ehre sei Gott in der Höhe). Für Sie passte es zu der Anhöhe mit der schönen Weitsicht und zu dem Grundgedanken: Ein Kreuz errichten zur Ehrte Gottes! Als weitere Motive wurden genannt: Dank für das Ende der Tyrannei und den -mehr oder weniger- heil überstandenen Krieg. Schließlich zum Gedenken an die hier zum Kriegsende (Ende Sept./ Anfang Okt. 1944) bei der Erstürmung des Bunkers (nebenan) gefallenen Soldaten.

Auf der Rückseite des Blausteinkreuzes kann man noch die Jahreszahl 1959 und den "Schlüssel" aus dem Wappen der Familie von Goerschen erkennen.

Leider wurde das Kreuz schon mehrfach zerstört. Zweimal haben mein Schwager und ich das Kreuz wieder aufrichten können. Nach der völligen Zerstörung in der Sylvesternacht 2004/05 wurden die Überreste im Betriebshof der Bezirksverwaltung sichergestellt. Später hat die Bezirksverwaltung Laurensberg das Kreuz wieder neu aufstellen lassen, wobei die Reste des ursprünglich gemauerten Sockels wurden entfernt. Der "neue" Sockel ist nunmehr ein "alter" Grabstein (siehe Rückseite).

Gottlob wurde das Kreuz seither nicht mehr geschändet. Die Fortsetzung der Inschrift lautet (in Lk. 2.14) : ET IN TERRA PAX HOMINIBUS BONAE VOLUNTATIS. Und Frieden den Menschen auf Erden seiner Gnade. Vielleicht ist diese Weihnachtsbotschaft nun auch bei den Rowdies angekommen.

Quelle: Andreas Krützen, Feb. 2016

Holzkreuz am Waldrand, am Ende des Buchwegs

Holzkreuz am Waldrand

Dieses Kreuz entstand kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Anwohner aus Vaalserquartier haben es errichtet, vermutlich in Gedenken an gefallene Piloten, die im angrenzenden Waldstück abgestürzt sind.

Das Kreuz wurde in den 1980er Jahren durch Vandalismus beschädigt und von Nachbarn wieder hergestellt.

Quelle: G. Goebgens, März 2016

Unfallkreuz König an der Gallierstrasse

Unfallkreuz König an der Gallierstrasse

Das Blausteinkreuz erinnert an den im März 1819 unter seinem Karren tödlich verunglückten Johann Königs (geboren 1763).

Es stand östlich des früheren Weges zum "alten Wachtturm am Beek" (Bergkaffee)", demnach im Gebiet der heutigen Gallierstrasse. An anderer Stelle ist Dorrebach als sein Standort angegeben; dieser Name bezieht sich auf den Vaalser Weg im Gebiet des Dorbaches.

Das Kreuz wurde nach der Bebauung der Gallierstrasse restauriert und wiedererrichtet. Es steht jetzt an der Nordseite des Kinderspielplatzes.

Die Jahreszahl wurde von 1763 in 1783 "verbessert"

Quelle: "Laurensberger Heimatfreunde, von Peter Bertram, Dietmar Kottmann, Klaus Schmalen, 2005"

Kreuz hinter dem Klinikum

Kreuz hinter dem Klinikum

"Dieses Kreuz entammt dem Josephinum Kloster, dem späteren Mariabrunn und Elisabeth Krankenhaus. Der ursprüngliche Holzkorpus wird datiert auf das Jahr 1769"

so lautet die Inschrift auf dem Kreuz.

Es hat also ursprünglich auf dem Gelände des alten Klinikums in der Goethestrasse gestanden und ist zusammen mit dem Klinikum an seinen heutigen Standort versetzt worden.

Auch dieses Kreuz ist in den 1990er Jahren durch Vandalismus zerstört worden. Dabei ist der ursprüngliche Holzkorpus verloren gegangen. Ein engagiertes Gemeindemitglied aus Kullen hat das Kreuz wieder aufgebaut und hält es in dem guten Zustand in dem es sich heute befindet.

Quelle: Pfarrer B. Föhr, Februar 2016

Der ehemalige Friedhof Melaten

Der ehemalige Friedhof Melaten

Das Kreuz wurde errichtet am 7. Mai 2011, zum Gedenken an die auf dem Aachener Melatenfriedhof bestatteten.

„Dieser Ort symbolisiert die christliche Nächstenliebe, denn hier fanden Leprakranke 300 Jahre lang Aufnahme.”

Die mittelalterliche Leprastation Gut Melaten, 1230 erstmals urkundlich erwähnt, diente im Schatten des heutigen Klinikums zur Unterbringung der Aussätzigen. Auf dem Friedhof wurden die Toten bestattet.

Quelle: Melaten-Gesellschaft Aachen e.V.