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Leitgedanken

Hier sind alle Leitgedanken aus den Pfarrbriefen seit Oktober 2002 zu finden:

Die Kraft des Alters

Alter

Sie hießen Simeon und Hanna,
waren alte Menschen in Jerusalem.
Sie warteten auf Rettung,
sehnten sich nach Heil.
Sie begegneten Jesus,
spürten die Erfüllung ihrer Hoffnung.

Alt werden – das möchten viele von uns; doch alt sein – ist nicht immer leicht. Der eigene Tod rückt näher und mit dem Abschiednehmen am Grab geliebter Menschen stirbt die gemeinsame Zukunft mit.

Doch das Alter hat auch seine Kraft: Die durchlebten Höhen und Tiefen des Lebens machen Menschen reich an Erfahrungen. Sie behalten die Zuversicht in scheinbar unlösbaren Schwierigkeiten und gewinnen die Weisheit, das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden zu können. Das Leben hat sie gelehrt, dass Warten sich oftmals lohnt und Gott seine Versprechen hält.

Die Welt wäre arm ohne den Reichtum der Alten.

Für die Gemeinde­leitung
Gerlinde Lohmann

Vorbei sind Feiern, Fröhlichkeit, der Karneval, ...

Gesicht

Vorbei sind Feiern, Fröhlichkeit,
der Karneval, der geht nun heim.
Was nun beginnt, ist Fastenzeit,
und doch: das Vorwort steht im Reim.

Es muss ja nicht alles dunkel sein,
in dieser Zeit, die anders ist.
Es muss ja nicht alles traurig sein,
auch wenn du eher be-denk-lich bist.

Bedenke, Mensch, nur Staub bist du –
der Satz ist bitter und macht klein.
Doch lässt er keine rechte Ruh,
denn kritisch sollst du mit dir sein.

Das Leben wie von außen sehn,
das eigene, das du betrachtest.
Mal prüfen, wo du gut kannst stehn
und ob du auch den Nächsten achtest.

Was ist dein Platz? Was kannst du tun?
Wo musst du nochmal neu beginnen?
Gibt es auch Zeit, sich auszuruhn?
Was können 40 Tage bringen?

Ich wünsche Zeit zur In-sich-Kehr,
ohne das Leben-Lieben zu versäumen.
Es wächst die Freude mehr und mehr,
bald schon kannst du von Ostern träumen...

Für die Gemeinde­leitung
Angelo Scholly

Gesicht

Sie haben die Wahl

das Jahr 2017 ist ein wichtiges Wahljahr. Die Parteien stellen ihre Programme vor und präsentieren ihre Kandidatinnen und Kandidaten. Bei den Programmen geht es in erster Linie darum, die Menschen mit ihrem Verstand anzusprechen. Bei den Kandidaten werden wohl mehr unsere Gefühle angesprochen:
Können wir ihnen vertrauen, und sind sie wirklich bereit, das Angekündigte in Taten umzusetzen?

Auch in der christlichen Religion geht es um ein Programm und um den, der dies in Worte gefasst hat, und was noch wichtiger ist, in die Tat umgesetzt hat: Jesus Christus. Jedes Jahr werden wir erneut mit Leben und Botschaft Jesu Christi konfrontiert. Können wir der Botschaft trauen und vor allen Dingen demjenigen, der sie proklamiert hat?
Wir blicken allerdings heute auf diejenigen, die sich der Nachfolge Christi verschrieben haben: Die geistlichen Leiter der Kirche und alle, die sich Christen nennen.
Sind sie glaubwürdige Zeugen, können wir ihnen trauen und werden wir herausgefordert, dass jeder von uns den christlichen Weg beginnt bzw. weiterverfolgt?
Ich hoffe, dass die Osterbotschaft für alle Menschen zu einer frohen Botschaft wird. Jesus Christus ist von den Toten auferstanden und hat damit den Weg zum ewigen Leben bei Gott eröffnet.
Die Fastenzeit soll uns auf das Fest der Auferstehung Christi, das dann auch unsere Auferstehung ist, vorbereiten.
Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Fastenzeit und ein frohes Osterfest.

Ihr Bernd Föhr, Pfr.

Apropos Christi Himmelfahrt…

App2Heaven

Kennen Sie schon die „App2Heaven”?
Frei übersetzt heißt dies „Ab zum Himmel!

Es handelt sich um eine Smartphone-Applikation, also ein kleines Programm, das mir helfen kann mein Glaubensleben zu managen.

Neben zufällig zur Lektüre angebotenen Bibelstellen bietet es Impulse zum Meditieren, Glaubenszeugnisse anderer Menschen oder von Glaubensgemeinschaften sowie eine Funktion, die eigenen Gebetszeiten und –anliegen im Blick zu halten.

Außerdem hilft die App, den Tag mit Gott morgens zu planen und abends zu reflektieren.

Beruhigend ist, dass nun auch diejenigen beten können, die den Blick nicht vom Smartphone lassen können. App2Heaven kann in den üblichen Appstores kostenlos heruntergeladen werden.

Noch beruhigender ist, dass Gott auch ohne technische Hilfsmittel immer online ist und mit uns allen unterwegs ist: Richtung Himmel!

Für die Gemeindeleitung
Wolfgang Oellers

Pfingsten, die Verheißung des Heiligen Geistes

EuropaAuf dem Bild sehen wir unseren Dom und davor viele Menschen. Es ist ein Sonntagnachmittag. Die Menschen demonstrieren friedlich für ein starkes Europa.

Europa, die größte Friedensbewegung der Welt, hat uns und unseren Nachbarn mehr als 70 Jahre Frieden, Wohlstand, Freiheit und Fortschritt gebracht.

Und heute? Der europäische Geist scheint zu erlahmen! Finanzkrise, das wirtschaftliche Gefälle, der Zuzug von Flüchtlingen und Migranten überfordern manchen Zeitgenossen und Regierenden.

Es herrscht eine Sprachlosigkeit. Fast ist es wie beim Turmbau zu Babel mit seiner sprachlichen und geografischen Zerstreuung!

Die Menschen auf dem Katschhof und anderswo spüren das und sind von Herzen besorgt und engagiert.

Wir brauchen in unserer Welt einen erneuerten Geist Gottes, einen pfingstlichen Geist überall in jeder Gemeinschaft!

Dieser Geist Gottes kann die Sprachlosigkeit aufheben! Wir stehen vor der Feier des Pfingstfestes, bei dem Christus die Menschen mit Gott und untereinander versöhnt hat. Pfingsten ist der Zeitpunkt, an dem die verunsicherten Jünger und Jüngerinnen Mut gefasst haben und für alle verständlich gesprochen, verkündet, gebetet haben.

Und heute ??

Zu Pfingsten sollen wir in besonderer Weise unsere christliche Stimme erheben und von der Liebe und Zugewandtheit Gottes sprechen.

Fassen wir Mut und nehmen das riesengroße Geschenk Gottes an:
„Der Friede sei mit Euch!”

Diesen Frieden geben wir weiter an den Nächsten, in der Familie, in der Gemeinde, am Arbeitsplatz, in unserer Stadt, damit er sich wie ein Schneeballsystem verbreitet auf der ganzen Welt!

Eine Illusion? Nein, eine klare Botschaft, die fruchten wird, wenn alle Menschen guten Willens zusammenstehen. Wie die Menschen auf unserem Bild vom Katschhof.

Hein Lindgens

Auszeit

Auszeit

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Für viele DIE Aus-zeit des Jahres: Aus-spannen, aus-ruhen, aus-reis(s)en.

Der heutige Alltag ist sehr stressig. Es gibt wenige Zeiten, in denen wir mal still sitzen, nichts Sinnvolles tun, das uns Geld einbringt oder für den Haushalt notwendig ist. Kaum Zeiten, in denen wir uns nicht mit dem Handy, dem Tablet, dem Fernseher... ablenken. Immer beschäftigt. Wer beschäftigt ist, ist wichtig und verpasst nichts.

Die Sommerferien mahnen uns, dass wir auch mal Auszeiten brauchen, in denen wir die Seele baumeln lassen. Nichts müssen, vieles dürfen. Aber kennen Sie das auch: Man kommt aus dem Urlaub zurück und braucht Urlaub vom Urlaub? Man hat viel unternommen, gesehen, gelernt... Da braucht man Zeit, um das zu verarbeiten und sich zu erholen.
Verrückt!

Denken wir also in diesem Sommer daran, uns auch wirkliche Aus-zeiten zu gönnen: ganz in Ruhe, ohne Stress und Druck, ohne Ablenkung durch Medien. Zeit für unsere Familien und Freunde, Zeit für uns, Zeit für Gott!

Ruhige Zeiten, gute Erholung und einen gestärkten Neustart wünsche ich Ihnen auch im Namen der Gemeindeleitung
Ruth Quix

Neustart – Wir haben die Wahl

Wahl

Nach einer hoffentlich erholsamen Auszeit, in der viele die „Reset-Taste” ihres geschäftigen Lebens drücken konnten, dürfen wir jetzt neu in den zweiten Teil des Jahres starten.
Aufgetankt mit viel gutem, frischem und positivem Geist können wir in der nächsten Zeit die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Ob in Politik, Schule, Studium, Beruf oder Alter -in jeder Phase des Alltags müssen wir uns immer wieder neu entscheiden.
Auch in unseren Pfarrgemeinden haben wir in den kommenden Monaten viele Weichen zu stellen. Der Pfarreirat und der GdG-Rat mit Gemeindeleitung werden neu gewählt und aufgestellt.
Wir freuen uns auf die Menschen, die sich bereitwillig zur Wahl stellen, damit es gut weitergehen kann.
Mit Menschen, die „wählerisch” sind und „Farbe bekennen”, kann Zukunft im Miteinander gelingen.

Nach einem gelungenen Neustart wünsche ich uns allen eine „gute Wahl”.

Gregor Jeub
für die Gemeindeleitung

Windhauch..

Mit dem Monat Oktober sind wir im Herbst angekommen – mit Regen, Wind oder sogar Sturm, mit fallenden Blättern.

Mir kam das tolle Buch Kohelet aus dem Alten Testament in den Sinn, wo er viel von „Windhauch” schreibt.

Wir sollen uns und unser Dasein nicht so wichtig nehmen – schon die nächste Generation erinnert sich kaum mehr an uns und alles, was wir als tolle Errungenschaft erachten, ist im Grunde genommen „nichts Neues unter der Sonne”.

Kohelet wollte sicher nicht sagen: leg die Hände in den Schoß, es hat sowieso alles keinen Sinn, lass es einfach laufen.

Aber vielleicht gibt er uns auf den Weg: stell dich und deine Bedürfnisse nicht in den Mittelpunkt, bleibe bescheiden und bedenke, dass wir alle im Jetzt leben.

für die Gemeindeleitung
Angelo Scholly

Was wollen Sie?

Wahl

Wenn Sie wollen,
dass in unseren Gemeinden wieder alles so wird, wie es früher war,
dann kochen Sie sich bitte einen Kamillentee,
geben zur Linderung des Nostalgieschmerzes einen Schuss Rum hinein,
legen sich auf Ihr Sofa
und träumen von der schönen Vergangenheit, die wir erlebt haben.
Manchmal darf man auch rückwärts träumen.

Wenn Sie wollen,
dass es in unseren drei Gemeinden auch in Zukunft lebendig zugeht;
dass Ihre Gemeinde im Verbund mit den anderen ihr Gesicht behält;
dass Menschen aus dem normalen Leben mitbestimmen, was passiert;
dass Ehrenamtliche gleichberechtigt mit Hauptamtlichen entscheiden;
dass Priester und Laien miteinander die Gemeinden leiten -
dann gehen Sie bitte am 11./12. November zur Wahl!

Sie wählen Frauen und Männer für den Pfarreirat, der Ihre Gemeinde vertritt.
Sie wählen Frauen und Männer für den GdG-Rat, der die verschiedenen Gemeinden zusammenhält.
Sie wählen Frauen und Männer für die Gemeindeleitung, die die verbindlichen Entscheidungen mit den Hauptamtlichen herbeiführen.
Manchmal muss man auch vorwärts träumen.
Deshalb gehen Sie bitte zur Wahl.

Für die Gemeindeleitung
J. Voß

Wann ist Weihnachten?

Wenn Sie Kinder haben oder kennen, ist Ihnen diese Frage nicht neu. Ungeduld schwingt mit, Vorfreude auch, und bei manchem Erwachsenen vielleicht auch ein leichter Hauch von Panik, da uns dieses Jahr wieder eine ganze Adventswoche zur Vorbereitung fehlt…

Wann ist Weihnachten? Die Frage lässt sich eigentlich erst beantworten, wenn wir wissen, was Weihnachten ist. Weihnachten nennen wir es, wenn Gott persönlich wird. Gott braucht keinen Kalender, um immer wieder bei uns anzukommen. Wo Menschen menschlich handeln, im Umgang mit Fremden, Geflüchteten, Benachteiligten, Kranken, Sterbenden, Heranwachsenden... ist Gott längst bei ihnen angekommen. So bin ich persönlich dankbar für viele Augenblicke der Menschwerdung Gottes im vergangenen Jahr, die ich – nicht nur – in unseren drei Gemeinden miterleben durfte! Ich wünsche uns, dass das Weihnachtsfest uns nachhaltig froh macht und wir es auch 2018 Gott gleich machen, denn:

Dann ist Weihnachten!

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und für 2018 alles Gute wünscht
Wolfgang Oellers