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Ich war es nicht

Ich war es nicht

Jemand fragt: „Hast du etwa das gemacht, was ich dir ausdrücklich verboten hatte?” Der andere verteidigt sich: „Es war nicht meine Schuld. Sie hat mir gesagt, ich soll es tun.” Daraufhin wehrt die Beschuldigte ab: „Auch ich war es nicht. Auch zu mir hat jemand gesagt: Mach es doch einfach. Es wird nicht Schlimmes passieren. Im Gegenteil, es wird dir nutzen.”

Ein Gespräch unter Kollegen? Im Kindergarten, in der Schule? Die Unterhaltung stammt aus dem Buch Genesis. Gott fragt Adam und Adam verweist auf Eva. Aber das, was im Garten Eden passierte, passiert heute noch jeden Tag. „Ich war’s nicht. Immer wird alles auf mich geschoben.” Wer kennt das nicht?

„Ich war es nicht” sagt sich schnell. „Es ist nicht meine Schuld, es liegt nicht an mir.” Streit unter Geschwistern, schlechte Stimmung unter Kollegen, aber auch Klimawandel und fehlende soziale Gerechtigkeit – jeder von uns war es nicht. Wir konnten ja nicht anders. Die Fastenzeit bietet uns Gelegenheit, auch in dieser Hinsicht, unser Verhalten zu überdenken. Und Ostern wird noch schöner, wenn wir uns klar machen, dass wir auch sagen dürfen: „Ich war’s.” Ich bin mit verantwortlich. Ich trage meinen Teil bei, positiv, aber auch negativ. Und Gott vergibt mir. Jesus ist am Kreuz gestorben, damit ich zugeben kann: Ich bin nicht frei von Fehlern. Und manchmal war es wirklich ich. Ich war es nicht

Für die Gemeindeleitung:
Marion Grande