• Menü
  • Nachrichten
  • Veranstaltungen
  • Nachrichten & Veranstaltungen
  • Seite

Pfarrgemeinde
St. Konrad / St. Philipp Neri
Aachen-Vaalserquartier

Herzlich willkommen auf der Internetseite unserer aktiven und engagierten Pfarre in Aachens Westen.

Unser Pfarrgebiet ist Vaalserquartier, einschließlich Gut Kullen und Steppenberg. Zusammen sind wir ca. 3.300 Katholiken. Auch viele Christen aus Vaals nehmen an unserem Gemeindeleben teil.

Zu unserer Pfarre gehören u.a. die Pfarrkirche St. Konrad und das Gemeindezentrum St. Philipp Neri

Top-Themen-Übersicht

Ganz und gar nicht geizig

Bend

Der Mai ist nicht geizig. Er beschert uns Feiertage en masse. Im Mai lässt sich leben. Als wenn das Wachwerden der Natur nicht schon genug wäre!

An Christi Himmelfahrt sagt uns der Mai: Das Leben geht ganz schön in die Steilkurve nach oben. Es hat ein Ziel. Es kommt im Himmel bei Gott an. Das ist Gottes Geschenk von Ostern für uns.

An Pfingsten sagt uns der Mai gleich zwei Mal: Aus dem Himmel gibt es die nötige Schubkraft zum Leben. Heiliger Geist – Power pur, damit unser Leben nicht verkommt, sondern gültig und gut wird. Wir können uns mal richtig durchpusten lassen.

An Fronleichnam sagt der Mai zum Abschied: Es ist genug Lebensnahrung da im Heiligen Brot Jesu. Wir können sie jederzeit haben. Denn Jesus will auch in den kommenden Zeiten des Jahres mit uns leben.

Ich frage mich allen Ernstes, ob der Mai mit seiner Lebensfreude der Lieblingsmonat Gottes ist. Denn Gott ist auch ganz und gar nicht geizig!

Für die Gemeindeleitung: Josef Voß

Leitgedanken-Archiv

Rückwärtsgang in der Ökumene?

Das Thema „Ökumene” ist zur Zeit ein medialer Dauerbrenner. Es entzündet sich an der Frage, ob Menschen in konfessionsverbindenden Ehen sowohl an der Kommunion in der katholischen Messe als auch am Abendmahl in einem evangelischen Gottesdienst teilnehmen sollen bzw. dürfen.

Vor wenigen Jahrzehnten sprachen wir wie selbstverständlich von „Mischehen”. Heute erscheint dieses Wort – mit Recht – als diskriminierend.

In der Konsequenz haben wir uns den Ausdruck „konfessionsverschiedene Ehe” angewöhnt. Das trifft die Situation richtig, weil Menschen aus verschiedenen Konfessionen miteinander die Ehe leben. Der Bundespräsident, selbst in dieser Situation zu Hause, hat ihn beim Katholikentag in Münster so benutzt. Er hat dort zwar selber nicht an der Kommunion teilgenommen (vielleicht weil er in der aktuellen offenen Situation kein Öl ins Feuer gießen wollte), aber befürwortet die gegenseitige Gastfreundschaft beim heiligen Mahl.

Viel besser aber ist das Wort von der „konfessionsverbindenden Ehe” (ebenso von der „konfessionsverbindenden Familie”). Es benennt nämlich die Chance, die Menschen haben, die aus verschiedenen christlichen Wurzeln kommen und gemeinsam als Christen leben. Die Verschiedenheit kirchlicher Heimat wird als Reichtum verstanden, den jede und jeder in das Leben und den Glaubensvollzug einer persönlichen Lebensgemeinschaft und der Gemeinden einbringen kann.

Für ein offenes, faires und einigendes Zusammenleben unter Christen verschiedener Konfessionen ist ja nicht eine Einstimmigkeit notwendig, sondern das ehrliche Bemühen um Einheit und Gemeinschaft.

Wann hat es denn je in der Kirchengeschichte unter den Christen die Enstimmigkeit im Glauben gegeben? Vermutlich nie. Sicher nicht in der frühen Gemeinde der Apostel, die wir so gerne als Idealgemeinde sehen. Der Kreis der Jüngerinnen und Jünger Jesu beim Abendmahl und in den ersten Generationen war höchst vielstimmig. Immer wurde um die Wahrheit und die richtige Praxis im Glauben gerungen, gekämpft und gestritten.

Deshalb braucht uns die gegenwärtige Situation nicht mutlos zu machen. Im offenen und geschwisterlichen Dialog wird sich eine Praxis ergeben, die wir verantworten können und wollen, weil sie uns durch den Geist Gottes gezeigt wird. Darauf vertraue ich ganz stark

J. Voß

Top-Themen-Archiv